Wir untersuchen, was preisgekrönte Adventskalender, Geschenkverpackungen und Papeterie-Objekte gestalterisch auszeichnet – von der Materialwahl bis zur letzten Prägung.
Zum Ratgeber
Papier ist weit mehr als ein simples Verpackungsmaterial – in den Händen guter Gestalter wird es zu Typografie, Struktur, Farbe und Haptik zugleich. Genau dieser Schnittstelle zwischen Produktdesign, Verpackung und Papierkunst widmen wir uns auf Paper Pleasure. Wir haben über Jahre beobachtet, wie einzelne Objekte wie der Gewürz-Adventskalender oder der Tee-Adventskalender von Designstudios wie Clormann Design nicht nur als Geschenkidee, sondern als eigenständiges Designobjekt wahrgenommen wurden – ausgezeichnet unter anderem beim Red Dot Design Award.
„Gutes Verpackungsdesign erkennt man daran, dass man die Verpackung nach dem Auspacken nicht wegwerfen möchte.“
Auf dieser Seite sammeln wir Wissen rund um Verpackungsdesign, besondere Papiere und Veredelungstechniken, Designpreise wie Red Dot, iF Design Award und German Design Award sowie saisonale Highlights wie Design-Adventskalender. Unser Ziel: eine verlässliche, gut recherchierte Anlaufstelle für alle, die verstehen möchten, warum manche Verpackungen einfach anders wirken.
Von saisonalen Klassikern bis zu Materialfragen – die wichtigsten Themen auf einen Blick.
Gute Gestaltung macht aus einem saisonalen Produkt ein Sammlerstück.
Viele Klassiker wurden mit renommierten Designpreisen prämiert.
Hochwertiges Papier statt Plastik – nachhaltiger und langlebiger.
Prägung, Struktur und Papierqualität machen das Auspacken zum Erlebnis.
Hintergründe zu Verpackungsdesign, Papeterie und Designpreisen.
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Weiterlesen →Reduzierte Farbpaletten und klare Typografie statt visueller Überladung bestimmen zunehmend prämierte Verpackungen.
Ein Material statt Materialmix – einfacher zu recyceln und oft auch ästhetisch reduzierter.
Sichtbare Struktur, Naturpapiere und Prägungen statt glatter Hochglanzoberflächen.
Kleine Auflagen und nummerierte Editionen erhöhen die wahrgenommene Wertigkeit eines Produkts.
Was unterscheidet eine gewöhnliche Verpackung von einem echten Designobjekt? Diese Frage stellt sich besonders deutlich bei Adventskalendern: Während die meisten Modelle im Handel reine Zweckverpackungen sind, gibt es einzelne Exemplare, die als eigenständige Gestaltungsleistung wahrgenommen und sogar international ausgezeichnet werden. In diesem Ratgeber erklären wir, worauf es bei Material, Technik und Konzept ankommt.
Ein Design-Adventskalender unterscheidet sich von einem klassischen Schokoladenkalender vor allem durch drei Faktoren: die Wahl hochwertiger Materialien, ein durchdachtes typografisches und farbliches Konzept sowie eine Konstruktion, die über das reine Öffnen von Türchen hinausgeht. Bei prämierten Beispielen wie dem Gewürz-Adventskalender oder dem Tee-Adventskalender wird häufig jedes Fach einzeln gestaltet, sodass der gesamte Kalender wie eine kleine, in sich geschlossene Kollektion wirkt.
Die Wahl des Papiers entscheidet maßgeblich über die Wirkung einer Verpackung. Naturpapiere mit sichtbarer Struktur, wie sie etwa die bayerische Papiermanufaktur Gmund am Tegernsee herstellt, verleihen einem Produkt Haptik und Charakter, den glatte Standardpapiere nicht erreichen. Kombiniert mit Veredelungstechniken wie Blindprägung, Folienveredelung oder Siebdruck entsteht ein Objekt, das sich bereits beim Anfassen von Massenware unterscheidet.
| Technik | Wirkung | Typischer Einsatz |
|---|---|---|
| Blindprägung | Fühlbare Struktur ohne Farbe, sehr edel und zurückhaltend | Logos, Muster, Titelseiten |
| Folienveredelung | Glänzender oder matter Metalliceffekt | Akzente, Schriftzüge, limitierte Editionen |
| Naturpapier / Recyclingpapier | Sichtbare Struktur, natürliche Haptik | Nachhaltige Verpackungen, Manufaktur-Anmutung |
| Stanzung | Präzise Formen, Fenster, Faltmechanik | Adventskalender-Türchen, Faltschachteln |
Designpreise wie der Red Dot Design Award (vergeben vom Design Zentrum Nordrhein-Westfalen), der iF Design Award aus Hannover oder der German Design Award des Rat für Formgebung bewerten in der Regel nicht den Verkaufserfolg eines Produkts, sondern gestalterische Qualität: Konzept, Materialwahl, Funktionalität und Umsetzung im Detail. Eine Auszeichnung bedeutet also nicht zwingend, dass ein Produkt besonders bekannt ist – sondern dass eine Fachjury die gestalterische Leistung dahinter honoriert hat.
Beide Formate folgen demselben Grundprinzip – 24 kleine Kostproben in individuell gestalteten Fächern – unterscheiden sich aber im Detail. Beim Gewürz-Adventskalender steht häufig die Kombination aus Duft, Farbe und Illustration einzelner Gewürze im Vordergrund, während beim Tee-Adventskalender oft eine stärker typografisch geprägte Gestaltung zum Einsatz kommt. In beiden Fällen ist die größte gestalterische Herausforderung, 24 unterschiedliche Inhalte visuell als zusammenhängende Serie erscheinen zu lassen.
Gutes Design und Nachhaltigkeit schließen sich zunehmend nicht mehr aus, sondern bedingen einander. Monomaterial-Verpackungen aus reinem Papier ohne Plastikfenster oder Folienkaschierung lassen sich deutlich einfacher recyceln. Viele Designstudios setzen inzwischen bewusst auf Recyclingpapiere mit sichtbarer Struktur, FSC-zertifizierte Papiere oder wasserbasierte statt lösungsmittelhaltige Druckfarben.
In erster Linie die bewusste gestalterische Konzeption: hochwertige Materialien, ein durchdachtes typografisches Konzept und oft eine individuelle Gestaltung jedes einzelnen Fachs, statt eines rein funktionalen Behälters für 24 gleiche Türchen.
Eine Fachjury bewertet Konzept, Gestaltung und Umsetzung eines Produkts nach festgelegten Kriterien. Die Auszeichnung sagt nichts über Verkaufszahlen aus, sondern über die von Experten wahrgenommene gestalterische Qualität.
Nein. Viele preisgekrönte Verpackungen der letzten Jahre setzen gezielt auf Monomaterialien und Recyclingpapiere – Nachhaltigkeit und hochwertiges Design schließen sich zunehmend nicht mehr aus.
Hochwertige Naturpapiere fühlen sich meist griffiger und weniger glatt an als beschichtete Standardpapiere, haben oft eine sichtbare Faserstruktur und wirken beim Falten weniger steif, sondern eher geschmeidig.
Ausführlichere Beispiele, Interviews mit Designstudios und aktuelle Produktvorstellungen veröffentlichen wir regelmäßig in unserem Blog. Dort gehen wir einzelne Verpackungen, Materialien und Auszeichnungen noch einmal im Detail durch.
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